"Musiktherapie bedeutet Entdeckungen und Wunder, 

 Ärger und Freude 

- es geht dabei jedoch immer um Musik 

und um Menschen"

(Priestley, 1982)

© S. Hinz/HzHG
© S. Hinz/HzHG

Bei der Suche danach, den Begriff Musiktherapie einzuordnen, finden sich zahlreiche Definitionsformen und Ansätze, das in Worte zu fassen, was zwischen den Klängen zu beobachten ist und im zwischenmenschlichen Miteinander durch das Medium Musik und Klang geschieht. 

Mensch und Musik stehen im Zentrum der therapeutisch begleiteten prozessorientierten Entwicklung. Wie im Namen bereits enthalten, dreht sich alles um Musik. Einerseits um Musik in ihrer Essenz und andererseits in der Anwendung bzw. dem Einsatz des Mediums Musik und von Klang als vereinzelter Bestandteil der verbalen und nonverbalen Kommunikation in unterschiedlichen therapeutischen Formen eingesetzt. Die Verwendung von Musik soll dazu beitragen, die geistige, seelische und körperliche Gesundheit von Menschen mit verschiedenen Krankheiten, Verhaltensstörungen und Entwicklungsstörungen zu verbessern oder zu erhalten (vgl. Decker-Voigt et al., 2020). 

Musiktherapie kann als prozessorientierte Therapieform verstanden werden, die innere seelische Prozesse und Veränderungen in den Mittelpunkt rückt, dem Ausdruck innerer Erlebnisse in der Klient:inTherapeut:in-Beziehung Raum gibt und "Aktivierung schöpferischer Potenziale des Patienten im Sinne der Krankheitsbewältigung, Neuorientierung und Förderung der Lebensqualität" (Stegemann et al., 2012, zit. nach Schmitt & Frölich, 2007) bietet. 

Im therapeutischen Bereich kann insbesondere die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit zum Verständnis und der Aufarbeitung bspw. traumatisierender Geschehnisse eine Rolle spielen und gerade im gerontopsychiatrischen Bereich als Ressource der verbalen und nonverbalen Brücke zwischen Klient:in und Musiktherapeut:in genutzt werden kann. 

Musiktherapeut:innen können hier als Begleiter:in, Mitsuchende und Deutende (Hippel, 2005) verstanden werden.